Im Kanu durchs grüne Paradies - die Eder
Das "Juwel der Flüsse"
Die Eder - unser Hausfluss - wird als das „Juwel der Flüsse Hessens” bezeichnet. Sie ist der schnellste, der sauberste und der natürlichste Fluss in Hessen in dieser Größe und kann in 1 bis 3 Tagen befahren werden. Die beliebteste Tour auf der Eder führt von Affoldern nach Fritzlar (4 Stunden). Bei Mehrtagestouren bieten wir ergänzend zur Eder noch den Edersee und die Schwalm (ein Nebenfluss der Eder) an. Download Streckenbeschreibung Seite 1 und Seite 2
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Das grüne Paradies
Die Eder hat in ihrer gesamten Länge besonderen Schutzstatus, da weite Teile der Ufer von urwaldähnlichen Auewäldern gesäumt werden. Auewälder sind Uferbreiche, die von Zeit zu Zeit überschwemmt werden und in denen sich so eine einzigartige Flora und Fauna erhalten kann. KanufahrerInnen gleiten fast durchgängig durch Wiesen, Weiden und Bruch-Wälder mit knorrigen Baumwesen, rankendem Hopfen, Schwarzpappeln und -Erlen. Im Sommer blüht weiß der flutende Hahnenfuß im Wasser, und manchmal sehen Sie das blaue Blitzen des Eisvogels. Fast nirgendwo hören Sie Straßenlärm, fast immer nur das Säuseln, Plätschern und Zwitschern der Natur.
Der Wasserstand
Der Edersee dient dazu, die Weser im Sommer schiffbar zu halten. Deshalb ist es auf der Eder genau umgekehrt wie bei anderen Flüssen. In der Vor- und Nachsaison werden mindestens 6 Kubikmeter pro Sekunde aus dem Edersee in die Eder abgelassen, in der Hauptsaison im Durchschnitt 20 Kubikmeter pro Sekunde. Wenn es also im Hochsommer in anderen Flüssen zu trocken wird, wird aus dem Edersee in die Eder viel Wasser abgelassen. Dann fährt das Boot von allein, und Sie müssen nur noch das Paddel ins Wasser halten, um zu lenken. Auch bei 6 Kubikmeter pro Sekunde ist der Wasserstand ausreichend für eine Zweitagestour, allerdings teilt sich in Fritzlar der Fluss, und man muss in der Vor- und Nachsaison ca. 10 bis 50 Meter treideln, danach auf ca. 2 km die richtige Fahrrinne finden. Für erfahrene Kanuten ist das kein Problem. Aber wir shutteln auch alle, die weiter als bis Fritzlar fahren auf Wunsch und kostenlos mit den Booten um diese Schwachstelle herum.
Die Strecke
Die Staumauer des Edersees liegt genau auf der Grenze zwischen rheinischem Schiefergebirge (Sie sehen die steilen Berge auf beiden Seiten des Edersees aufragen) und dem breiten Edertal in der nordhessischen Senke. Kurz hinter der Staumauer, in Affoldern beginnen in der Regel die Kanutouren.
| AFFOLDERN | 43,7 km |
Hier genau ist die Grenze zwischen rheinischem Schiefergebirge (Sie sehen die steilen Berge, durch auf beiden Seiten des Edersees aufragen) und das breite Edertal in der nordhessischen Senke. Früher wurde hier in der Eder Gold gewaschen, indem das Ederwasser über aufgespannte Felle lief, wo sich die Goldplättchen verfingen. Heute können Sie in Affoldern auf einem Campingplatz direkt am Fluss übernachten. Die Tour bis Anraff birgt keine besonderen Schwierigkeiten. |
| ANRAFF | 42,0 km |
Als hier im 19. Jahrhundert das Bett der Eder verlegt wurde, plagte einige Bauern des Dorfes die „Edermalaria”. Man fand heraus, dass sich im sumpfigen alten Bett eine Mückenart exlosionsartig vermehrt hat, die Fieber verursachte. - Keine Angst: Heute ist das alte Bett trocken. Zwischen Affoldern und Wega befinden sich zwei Sohlgleiten (Staustufen mit Bootsgassen). Die Bootsgasse an der 1. Sohlgleite ist ein spritziges Vergnügen, wenn man lenken kann. An der 2. Sohlgleite muss das Boot aus Sicherheitsgründen umtragen werden. |
| WEGA | 34,6 km |
An dieser Brücke trieben früher „Irrlichter” (Menschen mit Kopf, aber einem Licht auf den Schultern) ihr Unwesen. Bevor die Staumauer gebaut wurde, gab es im Winter regelmäßig große Überschwemmungen und einen breiten und gefährlichen Sumpfgürtel. Daher die Spukgeschichten. |
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UNGEDANKEN |
31,5 km |
Campingplatz und Hotel |
| 26,5 km |
Hier muss das Boot am 1. Wehr rechts umtragen werden. In der Nähe fällte Bonifatius die legendäre Donar-Eiche und christianisierte so die Bevölkerung. Nach dem Wehr teilt sich der Fluss, bis er hinter der Stadt wieder zusammenfließt. Zwischen 6 und 12 Kubikmeter pro Sekunde Wasserablass aus dem See shutteln wir Sie kostenlos und auf Wunsch um Fritzlar herum. In Fritzlar können Sie eintauchen in das Mittelalter: enge Gassen, uraltes Pflaster, rüstige Stadtmauern und Türme, gotische Steinhäuser und andere kulturhistorische Bauwerke und der berühmte Dom mit Domschatz (Heinrich der I., der Sieger über die Ungarn, wurde 919 in Fritzlar zum König gekrönt). Bei einem Eis auf dem Marktplatz können Sie eines der schönsten Fachwerkensembles in Deutschland genießen. Für Gruppen können Führungen gebucht werden. Hotels finden Sie in der Altstadt. |
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| NIEDER-MÖLLRICH | 19,7 km |
Hier fahren Sie durch das am meisten geschützte Auengebiet der Eder. Eine flotte Strömung trägt Sie durch ein undurchdringliches Uferdickicht. Umgefallene Bäumstämme im Wasser verlangen Aufmerksamkeit. |
| ALTENBURG | 16,6 km |
Hier setzen Sie nach dem zweiten Wehr auf der Eder in die Schwalm ein. Die letzten 200 m der Schwalm sind die stärkste Schwallstrecke der ganzen Region. Hier thront auf einem Basaltkegel die Ruine der Altenburg (1333 gebaut). |
| FELSBERG | 14,0 km |
Während Sie die Stadt durchqueren, sehen Sie auf einem weiteren mächtigen Bergkegel die weiße und gut erhaltene Felsenburg. Hinter Bäumen versteckt ist die dritte Burgruine der Dreiburgenstadt Felsberg. Nicht weit von hier muss auch die Stelle gewesen sein, an der sich die Chatten durch die Eder nach einer verlorenen Schlacht vor den Römern retteten. Bei einer Gaststätte können Sie auf einer Wiese zelten oder in Felsberg-Gensungen in einem Hotel übernachten. |
| ALTEN- BRUNSLAR |
9,5 km |
Vor den germanischen Chatten haben Kelten das Edertal besiedelt, wie Ausgrabungen in der Nähe belegen. Die Kelten siedelten aus Sicherheitsgründen bevorzugt auf Berghöhen und hatten eine handwerklich sehr hoch entwickelte Kultur. |
| WOLFERS- HAUSEN |
6,3 km |
Drittes Wehr an der Eder, 300 m umtragen mit unseren Bootswagen |
| GRIFTE | 0,9 km |
Kurz hinter der Aussatzstelle mündet die Eder in die Fulda. Alle Eder-Touren enden spätestens in Grifte vor dem Wehr. |


